Nützliches Wissen

Angst zu haben ist nützlich. Das Gefühl sichert unser Überleben und macht uns wachsam. Wenn unser Gehirn Alarm funkt, weil es eine in Teilen zerbrochene Brücke über einem tosenden Fluss inakzeptabel findet (auch Gephyrophobie genannt), nehmen wir den Hinweis ernst und gehen nicht auf die andere Seite. Höhenangst sorgt dafür, dass man nicht dauernd irgendwo runter fällt, wo man besser nicht hingegangen wäre und die Angst vor Schlangen und Spinnen schützt uns vor deren Bissen. Leidet man hingegen an Agrizoophobie hat man Angst vor wilden Tieren. Das ist in Hannover und Umgebung vermutlich beherrschbar. Wenn es aber die Untergruppe Alektorophobie ist, muss man um Hühner einen großen Bogen machen. Ob das auch für die Eier gilt? Ich finde den Geruch von Knoblauch nicht so super, aber bis zur Alliumphobie, der Angst vor Knoblauch, ist es noch ein weiter Weg. Diese könnte wiederum einhergehen mit einer Autodysomophobie, der Angst vor allen abscheulichen Gerüchen. Man sollte die übel riechenden Zeitgenossen darauf hinweisen und hoffen, dass sie entspannt sind und keine Angrophobie haben, die Angst wütend zu werden. Möchte man sich hingegen mit einem Frühlingsstrauß für ein gelungenes knoblauchfreies Essen bedanken und der Empfänger hat eine Anthophobie, der Angst vor Blumen, bekommt man von dieser Seite keine warme Mahlzeit mehr. Ab da kämpft man gegen Anuptaphobie, der Angst alleinstehend zu bleiben, muss sich aber auch keine Sorgen mehr um eine Deipnophobie, der Angst vor einer Unterhaltung bei einer Mahlzeit, machen. Wenn ich das alles lese, bekomm ich eine Verbophobie oder eine Gelotophobie. Was das ist? Eine Angst vor Wörtern, verbunden mit der Sorge ausgelacht zu werden.

Viele Grüße!