Wischen Impossible

Als ich mich am Sonntagabend um 20.15 Uhr standesgemäß mit einer Tüte Chips auf dem Sofa eingerichtet hatte, um Tatort zu schauen, sah ich beim Einschalten Schnee und hörte eine Stimme aus dem Off: „Meine Damen und Herren, Tatort fällt heute aus, denn wir haben etwas viel Spannenderes. 30 Täter warten auf Sie.“ 30 Täter? Bei welcher Handlung denn? 30 x die immer gleiche Strecke durch zwei Besenstiele zu rutschen? Oder sich 30 x hü-hüpf eine Evel- Knivel- Schanze runter schubsen lassen? Toll. Ich will aber Blut sehen. Das kann beim Rutschen und Hüpfen auch passieren, aber dann sind die Täter falsch abgebogen und gegen eine Bande oder einen falsch positionierten Zuschauer geknallt. Da gibt’s für einen Kommissar aus Münster nix aufzuklären.

Dann nehme ich doch lieber Wischen Impossible: Curling. Eine blasiert drein schauende Protagonistin (also beim Damen-Curling) schiebt sanft ein Teekesselchen übers gefrorene Wasser. Damit es sich dabei nicht verfährt, putzt der Rest der Wisch-Mannschaft mit Schrubbern wie irre fast ein Loch ins Eis. Rumst die Kanne dann gegen andere schon wartende Pötte, freut sich das Schrubber-Team und fällt sich kreischend in die Arme. Das finde ich zum Brüllen komisch. Krimi gegen Comedy getauscht, Abend gerettet.


Eis- und Beinbruch!
Ihre 

Tina Voß