Urlaubszeit

Das Wort ist für mich normalerweise der Auftakt, um die Wanderstiefel zu fetten, den Rucksack zu schnüren und Mütze und Schal einzupacken. In den Bergen, wo ich meist meinen Sommerurlaub erlebe, kann es auch mal ordentlich schneien. Übernachtet wird in fiesen Hütten auf einem Matratzenlager. Nun also Dänemark. Schnell da, Hund darf mit und Strand gibt’s auch. Die ersten beiden Argumente finde ich unschlagbar. Strand finde ich bescheuert. Es fängt schon damit an, dass ich meinen Bikini suchen muss. Ich kann mich nicht erinnern, wie der aussehen könnte. Hatte ich den schon in meiner Schulzeit? Vermutlich ist es immer noch der gleiche. Wissentlich habe ich da nicht aufgerüstet. Als ich ihn aus einer Schublade zerren wollte, zerbröselten ein paar der angebrachten Deko-Elemente. Ich glaube, es waren Schleifchen. Die waren sowieso unmodern und störten nur. Skeptisch betrachtete ich das Unterteil. Da passte ich auf keinen Fall mehr rein! Ich zog es testweise auseinander, um die Dehnungsfähigkeit zu ckecken. Vielleicht konnte man über die Elastizität die fehlenden Größen erreichen. Das Gummiband knisterte und zerfiel zu Staub. Ist auch nicht schlimm. Einen Gummizug brauche ich nicht mehr. Die Hose hält alleine durch Körperspannung.

 

Ihre Tina Voß