Suchtcharakter

Menschen, die nicht aufhören können, einen einarmigen Banditen zu bedienen oder sich ein Zweitleben vor dem Computer oder in der Spielothek eingerichtet haben, zeigen eindeutig Züge von Suchtverhalten. Aber wo ist da die Grenze zu ziehen? Gibt es beispielsweise eine Schokoladenabhängigkeit?Ich habe da mehrere Eskalationsstufen:
1.   Wenn nichts anderes als After Eight zu finden ist, schabe ich das eklige Pfefferminzzeug mit einem Messer raus und esse anschließend die Schokolade. Viel leichter geht das mit Weinbrandbohnen. Die kann man unter fließendem Wasser von ihrem klebrigen Inhalt befreien.
2.    Sind die unter 1. genannten Möglichkeiten mangels Masse ausgeschöpft, geht es damit weiter, dass ich von jedem handelsüblichem Magnum die Schokolade abnagen würde und das Eis entsorge. Geht auch mit Prinzenrollen, ist nur die Ausbeute an Schokolade geringer.
3.    Sind die unter 1. und 2. genannten Ideen nicht durchführbar, zünde ich die letzte Stufe. Ich schlage meine Zähne in steinharte Blockschokolade oder kaue angeekelt auf Backpflaumen und Rosinen herum.Es gibt allerdings Tage oder Nächte, da ist einfach nichts von 1.-3. im Haus verfügbar. Da muss ich dann raus. Irgendwo hat immer eine Tankstelle auf, die Kinderschokolade feilbietet. Ich bin nicht so der Typ für den Kalt-Entzug.

 

Ihre
Tina Voß