Reisevorbereitungen

Einmal im Jahr reise ich mit Freunden in fremde Städte. Seitdem weiß ich, dass Venedig im Januar so kalt sein kann, dass der Duschvorhang des Hotels als isolierende Schicht seinen Dienst tut und mir im Juli in Barcelona dafür die Schuhsohlen schmelzen.
Dublin im Mai könnte da nur besser werden. In unserem Reise-Koordinations-WhatsApp-Chat echauffierte sich S., dass die Sparkasse am Flughafen keine irischen Pfund mehr vorrätig hätte. Die freundliche Mitarbeiterin empfahl ihr die Zentrale in der City, um Geld zu wechseln.
Lösung 1: Wir tauschen vor Ort.(Aufregung im Chat! Kommentare von allen Seiten!)
Lösung 2: Wir tauschen gar nicht. In Irland zahlt man (und wir daher auch) mit Euro.
S. versprach, auch die Sparkassen-Mitarbeiterin über die neue Entwicklung seit dem Jahre 2002 zu informieren.  Aber wie war das doch gleich mit der Zeitverschiebung?
Ich: Welche Zeit haben die Iren?
ER: Unsere natürlich! Die sind doch nur ein paar km entfernt.
Ich: Bist Du sicher?
ER: Natürlich bin ich das. Und bevor du fragst, wir brauchen auch KEINE Impfungen, das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung rausgegeben, die Botschaften sind vollzählig besetzt, es droht kein Krieg und Mobilfunk gibt es auch.
Ich nickte und stellte meine Uhr eine Stunde zurück. Auch ER ist nicht unfehlbar.

Ihre Tina Voß