Peng!

Eine meiner schönsten Überraschungen in diesem Jahr war die Einladung in die Waffenkammer des Landeskriminalamtes mit Gespräch eines Sachverständigen für Munition, Handfeuerwaffen, Kriegswaffen und anderem Ungemach. Spannend! Eine liebe Freundin, nennen wir sie „S“, hatte das organisiert.

Wir haben dem Sachverständigen Schrotkugellöcher in den Bauch gefragt, staunend Waffennachbauten angeschaut und wissen jetzt, was man mit Kulis, Regenschirmen und Hackenschuhen alles anstellen kann. Zwischen diesem Text und der Besichtigung lag mein Geburtstag. Unter den tausenden Waffen haben mich die Kalaschnikows und ihre schlimme Vergangenheit am meisten fasziniert. Leibhaftig, aber entladen und gesichert, standen die Dinger aufgereiht vor mir.

S muss das Glitzern in meinen Augen gesehen haben. Was lag also näher, als mir einen Deko-Nachbau zu schenken und diesen im Internet zu bestellen. Die Versandbestätigung des hiesigen Kalaschnikow-Händlers erfolgte relativ prompt. Allerdings kam die Ware aus ungeklärten Gründen bisher nicht an. Kein Streik, kein Vorweihnachtsstress. Wir rätseln noch.

So erfuhr ich nur theoretisch von dem Geschenk. Und auch von der Unsitte des SEK, gerne nachts oder in den frühen Morgenstunden Häuser von verdächtigen Subjekten zu stürmen. Verschlafen, ungeschminkt und in einem Schlafshirt mit dem Schriftzug „Ich sage nichts, aber was ich denke ist gemein“ (ebenfalls ein Geburtstagsgeschenk) vor fitten, ausgeschlafenen Polizisten zu stehen, bereitete mir Unbehagen. S und ich  werden uns jetzt beim Fachhandel für Nachtbekleidung nachrüsten. Sicher ist sicher.

 

Ihre Tina Voß