Schmal gesprochen

Jeden Tag trifft man Entscheidungen. Mal hat man das anstehende Thema fachlich durchdrungen, mal entscheidet der Bauch und manchmal hat man Mut zur Lücke.

Wenn es darum geht, eine neue IT-Architektur aufzubauen, sind Gesichtsausdrücke eines Pokerspielers gefragt, damit möglichst keiner realisiert, dass man nix kapiert. Wie entscheidet man sich, wenn es darum geht, dass beim Abrauchen des Xen2 das Image gelesen werden kann, aber man einen Call aufmachen muss? Gut finde ich aber vor allem, dass von der virtuellen Maschine ein Snapshot gemacht wird, der dann einen Fallback realisieren kann. Das hat mich doch sehr erleichtert. Vor allem, da die MSA einen 64-Snapshot erstellen kann, aus dem man anschließend die Patches zurück holt. Dabei ist die Restore-Zeit der Images leider echt nicht wegzudiskutieren. In sechs Stunden commited sich aber der Anbieter beim Call-to-repair-Falls. Das klingt brauchbar – oder?

Ich wurde erst stutzig, als ich vernahm, dass der Snapshot im Fall-Back-Szenario auf keinen Fall das Back-up ersetzen kann. Daraufhin scheine ich so erschrocken geschaut zu haben, dass mir sogleich erklärt wurde, dass das alles mit dem zweiten Storage-System problemlos klappt. Zudem ist jetzt alles an die USV angeschlossen, die redundanten Platten laufen störungsfrei und den SBS2011 müsste man nur noch bestellen.

Am Ende des Gespräches nickte ich wissend, seufzte und erkannte die Notwendigkeit einer größeren Investition. Ich habe nix kapiert und fühlte mich in die Zeit meiner Chemie-Klausuren zurück versetzt. Hoffentlich habe ich dieses Mal zumindest schlau geguckt.

 

Ihre 

Tina Voß