Mopsalarm im Büro

Riesige unvorteilhaft vorstehende Augen, Hals dicker als der Kopf, Figur wie ein Ferkel inkl. eingebauten Ringelschwanz – klingt das erstrebenswert? Ja, wenn man ein Mopsbesitzer ist, versetzt einen diese Beschreibung in Verzücken. Ein Mops sieht zwar aus als hätte jemand ein Marzipanschwein aus purer Boshaftigkeit mit der Schnauze in Kakao getunkt, aber er ist der ideale Bürobegleiter. Am liebsten liegt er wohlig schnarchend unter dem Schreibtisch und lauscht dem Klappern der Tastatur. Er besucht auch gerne Kunden und schreitet dabei mit großer Selbstverständlichkeit in Richtung Fahrstuhl voran. Sinkt der menschliche Biorhythmus in den Keller, steht der Mops als Grund für Frischluftbewegung zur Verfügung und braucht man etwas Ausgleichendes so lauscht man den gleichmäßigen Schnarchgeräuschen des kleinen Gefährten, die man übrigens bei einem Menschen so niemals tolerieren würde.

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, sagte Loriot. Ich schließe mich dem an und schaue grinsend auf den zufriedenen Kerl unter meinem Schreibtisch.

Ihre

Tina Voß