Klo de luxe

Viele Dinge in Japan verblüffen, aber was einem am nachhaltigsten beeindruckt, sind die Toiletten. Japaner sind sehr schamhaft in diesen Dingen und ich bin überzeugt, dass sie in geheimen Labors daran arbeiten, Menschen ohne Verdauung zu züchten.

 Am Bedienfeld einer asiatischen Toilette versuchen Piktogramme die Funktionen begreiflich zu machen. Ich war anfangs bitter enttäuscht, da ich am Flughafen in Tokio vor mind. 10 Toiletten stand, die alle außer Funktion erschienen. Der Trick war aber, sich erstmal drauf zu setzen, um alle Elektrik zu aktivieren. Damit jedes Geräusch übertönt wird, haben die Japaner ein Plätschergeräusch in Düsen-Jet-Lautstärke eingebaut. Als ich das zu meinem Vergnügen aktiviert hatte, wäre ich beinahe vor Schreck gänzlich ins Klo gerutscht. Die nächste Taste aktiviert die Klobrillenheizung. Die geht vom Hauch einer Wärme bis zur Herdplattentemperatur. Je nach dem wie abgestumpft man hintenrum so ist, kann man sich prima grillen lassen. Taste Nr. 3 ließ mich wie von der Terantel gestochen vom Klo springen. Ein freundliches Dusch-Symbol aktivierte einen blitzschnell herausfahrenden kleinen Stab mit Düsen, der unvermittelt mit einer Unterbodenwäsche ähnlich einer Hochdruckreinigung startete. Das war empörend. 

 Die Funktionen der restlichen Tasten wollte ich nicht mehr rausfinden, denn wenn jede Taste eine Steigerung darstellte, war mir die Gefahr zu groß, dass ein Japanese Waxing oder ähnliches nur darauf wartete via Knopfdruck loszulegen. 

Diese Toiletten kann man übrigens ab 2.500 Euro aufwärts nach Deutschland importieren lassen..

 

Sayonara

Tina Voß