Imageproblem

Im Job oder im Freundeskreis werden die beteiligten Menschen schnell in Klischee-Schubladen gesteckt und klettern da nur schwer wieder raus. Wenn bei uns im Büro die Spuren einer verschütteten Tasse Kaffee, wie von einer Farbbeutel-Attacke,  an der Wand runter laufen, frage ich nur: „Oh! Hat sich Gretel beim Sturz verletzt??“

Manchmal steht unser Firmenwagen sehr eigenwillig in der Garage. Das sieht dann aus, als wäre die Fahrerin zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Einparkvorganges mit einer aufgesetzten Waffe zum Aussteigen gezwungen worden.  Dann weiß ich aber, dass Pocahontas wieder am Platz sitzt. Bei abgelaufenen Süßigkeiten ist im privaten Bereich schon mal die Frage gewesen: „Tun wir das in Müll oder in Gandalf?“

Um mein eigenes Image mache ich mir erst Sorgen, als Freund Hotzenplotz von einer Urlaubsfahrt mir und einer Freundin zur gleichen Tour berichtete. „Annika, da müsst Ihr unbedingt mal hin. Die Landschaft ist wunderschön. Die Weinreben schmiegen sich an die Berge und der Fluss glitzert so romantisch in der Sonne. Ach und Tina, entlang der Autobahn ist eine auffallende Dichte von McCafés.“

 

PS: Alle Namen sind aus persönlichem Schutzbedürfnis heraus mittels Märchenfiguren verfremdet.

  

 
Ihre
Tina Voß