Ein iPhone zieht ein

Freundliche USA-Besucher brachten kurz vor Einführung in den deutschen Markt ein amerikanisches iPhone mit in unseren Haushalt. Es zog ein und wurde zum Mittelpunkt der Männerwelt.

Eine schwere Erkältung machte mich unglücklicherweise zeitweise zu einem Pflegefall. Das war schlechtes Timing, denn während es nicht in das männliche Bewusstsein drang, in welchem Zimmer oder Land ich mich gerade aufhielt, war der Standort des iPhones bis auf wenige Zentimeter genau bekannt. Dank der wunderbaren Homepage free-your-iphone.com oder so ähnlich konnte das Telefon aus der Zwangsehe mit der deutschen Telekom befreit werden.

Viele glückliche Stunden folgten. Es wurde eine barbusige Frau installiert, die mit einem Fensterputzgerät von innen im iPhone für Sauberkeit sorgte. Genauso wie ein Bierglas, das beim Kippen des Gerätes sich langsam leerte und glucksende Geräusche machte.

Durch Krankheit wehrlos musste ich mir auch nahezu alle Produktpräsentationen (iPod, iPod nano, iPhone, MacBook Air) von Apple auf dem winzigen Bildschirm ansehen. Ich habe gesehen, wie Bilder umfallen, wenn das Telefon gekippt wird und ich war natürlich angemessen vom Touchscreen entzückt der mit Hilfe eigenartiger Fingerbewegungen vergrößert oder verkleinert. Noch mal stehe ich das nicht durch….

Ihre

Tina Voß