Die Gene

Meiner Meinung nach gehorchen wir alle in der Wahl dessen, was wir attraktiv finden, unseren Genen, und die sind bekanntermaßen uralt und nur schwer von was Modernen zu überzeugen. Damals bei den Steinzeit-Kollegen ging es noch um elementare Dinge und nicht um den Highscore im Angry-Bird-Schießen oder um einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde beim Hot-Dog-Wettessen. Es ging ums Überleben.So suchte sich MANN ein weibliches Exemplar, das gebärfreudige Hüften hatte, ausreichend Oberweite und irgendwie gesund wirkte. So konnten sie seine Gene erfolgreich ausbrüten. FRAU hatte da ganz andere Sorgen. Sie musste beim Brüten und Kümmern versorgt und beschützt werden. Das erklärt vielleicht die weibliche Neigung zu bestimmten Berufsgruppen.  In Nuancen variieren die Nachfolgerinnen der Ur-Menschen sicherlich. Meine Gene vertrauen auf ärztliche Rundumversorgung in Europa. Daher fallen Mediziner als Zielgruppe erst mal raus. Aber Personenschützer, Soldaten, SEK-Beamte und andere Zweibeiner in Uniform und mit Waffen sind im Zielkorridor.Security-Männer, die irgendwas von „Pocahontas ist gelandet“ in ihr Handgelenk murmeln, find ich großartig. Wenn sie dazu noch so ein geringeltes durchsichtiges Telefonkabel  auffällig unauffällig im Ohr tragen, umso besser. Wenn in Krimis die Beamten in ihr Waffenholster greifen und sich irgendwo anschleichen, weiß ich wieder, warum ich niemals „Germanys next Heidi-Klon“ gucken will. Beschützt werden ist super. Da tanzen meine Gene Polka.Als mir neulich zu Hause allerdings lachend erklärt wurde, dass die Village People vermutlich nur für mich gegründet wurden, kam ich ins Grübeln. Vor was genau wird man wohl von Indianern beschützt?

Ihre Tina Voß