Betriebliches Gesundheitsmanagement

Wir sind eine gesunde Firma, die sich für Sport, Entspannung, gute Ernährung und Work-Life-Balance interessiert. Wir absolvieren beispielsweise körperliche Ertüchtigungsprogramme nach Feierabend oder in der Mittagspause.
Mittags machen wir in zwei Gruppen vorm essen Pilates. Das festigt die Mitte, ist gut für den Rücken, macht stark und man schwitzt nicht wie ein Sumo-Ringer. Nach anfänglich großer Euphorie bleibt typischerweise am Ende nur ein Drittel turnender Frauen übrig. Denn, wenn es so einfach wäre, in ein gesundes Leben mit Sport und Gemüse knabbern einzusteigen, würden das sicher ein paar mehr Menschen schaffen.
Wir versuchen aber, den gesunden Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Bio-Obst wird angeliefert, Essen aus einer ökologisch korrekten Kantine mit saisonalem Gemüse von uns abgeholt.Neulich beim Pilates fiel die zweite Gruppe komplett aus und in der ersten war ich mit ein paar vereinzelten Kolleginnen und der Trainerin alleine. Erschrocken fragte ich nach, was denn los sei. Alle verletzt, krank oder unlustig?
Nein, unsere Bio-Kantine hatte erstmalig Currywurst mit Pommes rot/weiß im Angebot. Die Anzahl der Bestellungen war um 300% angestiegen. So, dass eine Kollegin alleine im kleinen Firmenwagen die Massen gar nicht abholen konnte. Damit fielen schon zwei Turnerinnen aus. „Und der Rest?“, fragte ich meine Kollegin Maren erstaunt. „Die haben Angst, dass die Pommes während des Pilates zu labberig werden und sitzen schon am Tisch im Pausenraum.“

 

Ihre Tina Voß