Betriebliche Altersversorgung

Lange haben wir im Unternehmen diskutiert, ob wir einen Betriebskindergarten gründen sollten. Die Idee erscheint uns aber nicht mehr zukunftsfähig, denn 60% unseres Führungsteams ist über 40 Jahre alt und kaufmännisch gerundet ist eine Kollegin bereits 50 (ok, sie ist 46) Jahre auf der Welt. Wir überlegen nun, ob wir nicht besser eine betriebliche Tagespflege organisieren.

Besonders freu ich mich über die anstehenden Dialoge, die die Veränderungen in den nächsten Jahren mit sich bringen:

„Wo ist Susa?“

„Die ist kurz mit dem Lift zu Tina hoch.“

„Und wo ist Sarah?“

„Die bringt Pia für drei Tage in eine betreute Wohngruppe. Unsere Pflegerin plant einen Kurzurlaub und die Vertretung ist krank.“

Natürlich werden wir auch unsere Mittagspausen darauf abstimmen und dafür sorgen, dass die betagten Kolleginnen genug frische Luft bekommen. Ich werde dann nicht mehr fragen, wer mir mal die Deckungsbeitragsrechnung ausdrucken kann, sondern z.B. sagen: „Kann mal jemand Ulrike aus der Sonne schieben? Die verbrennt doch total mit ihrer hellen Haut!“

Die Umbauten werden wir langfristig vorbereiten. Extra schnelle Treppenlifte, die die Kollegin bei der Ankunft direkt auf den Schreibtischstuhl katapultieren, Türen, breit wie Scheunentore und Telefone mit Tasten so groß wie Badezimmerkacheln. Irgendwie freue ich mich aufs Älterwerden mit Euch, liebe Teamleiterinnen.

Ihre 

Tina Voß