Von der Vision zur Wirklichkeit – wie Mindmaps bei der Umsetzung helfen

Wie arbeiten wir morgen? Aus einem Job werden zwei, aus Vollzeit wird Teilzeit, der Büroarbeitsplatz wird nach Hause verlegt, neue Kraft wird im Sabbatical getankt. Hier bieten sich neue Möglichkeiten, Chancen aber auch Risiken. Über allem steht die Frage: Interessant, aber wie sollen wir das umsetzen?

Wir kennen das alle: Man möchte ein Thema analysieren, ein Projekt angehen, aber es gibt noch keine klare Vorstellung wo man anfangen soll, wie alles zusammenspielt und was am Ende machbar sein wird. Wer in diesen Fällen heute noch KEIN Mindmapping nutzt, sollte morgen damit anfangen.

Der Berater und Autor Tony Buzan entwickelte Mindmapping in den 70er Jahren als Strukturierungs- und Kreativitätstechnik. Im Gegensatz zur klassischen linearen Struktur der Aufzeichnungen, ist eine gute Mind-Map eine Karte. Sie zeigt alle Aspekte Ihres Themas, die Relevanz einzelner Faktoren und deren Zusammenhang übersichtlich auf einen Blick. Wenn Sie zusätzlich Farben und Bilder nutzen ist das Ergebnis oft ein kleines Kunstwerk, das durchaus einen Platz an der Wand wert ist.

Im Zentrum steht das Thema oder ein wesentlicher Aspekt. Von da aus verzweigen sich alle Gedanken. Mit dieser Darstellung können wir übersichtlich lernen, planen und organisieren, oder auch Referate und Präsentationen strukturieren.

Wieso funktioniert das so gut?

Unser Gehirn denkt radial. Unser assoziatives Denken geht von einem Mittelpunkt aus. Die Mind-Map bildet unsere natürliche Denkstruktur ab, indem Zusammenhänge immer von einem zentralen Mittelpunkt abgeleitet werden. Obwohl sie nur auf einem zweidimensionalen Blatt Papier gezeichnet wird, wirkt sie wie eine multidimensionale Wirklichkeit, weil sie Raum, Zeit und Farbe erfasst (näheres in: Tony Buzan – Das Mind Map Buch). Für Ihre Praxis hat diese Methode 3-fachen Nutzen:

  1. optimale Strukturierung und Sammlung von Informationen
  2. kreative Problemlösung
  3. leichtes Speichern und Abrufen durch unser Gehirn

Wie setzen Sie die Methode um?

Legen Sie das Papier immer im Querformat vor sich, das entspricht eher dem natürlichen Format der Augen. Außerdem kann man so den ersten Schritt ins neue Querdenken und die neuen Möglichkeiten gehen.

Von dem in der Mitte des Blattes dargestellten Thema ziehen Sie Äste, die die jeweiligen Hauptpunkte oder die Grobgliederung des Themas darstellen. Um verschiedene Schwerpunkte zu setzen, zeichnen Sie die Äste unterschiedlich dick oder in unterschiedlichen Farben. Sie können auch verschiedene Gliederungspunkte, die zusammen gehören, in der gleichen Farbe kennzeichnen. Die einzelnen Äste können Sie mit Symbolen beschriften, um die Einprägsamkeit zu erhöhen. Von diesen Ästen aus zeichnen Sie einzelne Zweige, die die Feingliederung der Hauptpunkte darstellen und wieder beschriftet werden.

Auf die einzelnen Äste und Zweige schreiben Sie nur ein Schlüsselwort, damit das Mind-Map übersichtlich bleibt. Auch die Assoziationsmöglichkeiten unseres Gehirns werden dadurch unterstützt und kein „unnötiges“ Material gespeichert.

Gestalten Sie Ihr Mind-Map so farbig wie möglich, da die Wahrnehmung durch Farben angeregt und das Gehirn in seiner „Denk-Organisation“ unterstützt wird.

Die Verwendung von Symbolen erleichtert die Erinnerung. Über das Abrufen des Bildes haben wir schnell die zum Mind-Map dazugehörigen Schlüsselwörter und Gedanken vor Augen.

Ein kompakter Überblick in dieser Form erleichtert Assoziationen und die Entwicklung neuer Ideen, zusätzliche Punkte können leicht ergänzt werden. Große Projekte können gut in handelbare Häppchen zerlegt werden, ohne dabei wichtige Fakten zu vergessen.

Beispiel Home-Office

Angenommen, Sie möchten in Ihrem Unternehmen das Thema Home-Office angehen. Bilden Sie zunächst Hauptäste, mit denen aus Ihrer Sicht relevanten Oberthemen. Alles, was sich daraus an weiteren Faktoren ergibt, ordnen Sie als entsprechende Verzweigung den Hauptästen zu. Im Projektverlauf können jederzeit Haupt- und Nebenäste ergänzt werden.

Mind Map Tools

Die einfache Mind Maps Ausstattung lautet: Zettel und Stifte, dann los. Natürlich gibt es auch diverse Mindmapping Programme für die elektronische Umsetzung. Gratis Downloads finden Sie z.B. unter:

Freemind: www.chip.de/downloads/FreeMind_30513656.html

Xmind: https://www.xmind.net/de/

Mindmaple: www.mindmaple.com/